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Jubiläumsschrift

Pommersche Provinzialzuckersiederei Stettin. 1817-1917

Beschreibung

Prof. Dr. O. Altenburg. Stettin, 1917. 110 S., zahlreiche Abbildungen und Tabellen. Geschichte der Raffinerie und der eines Ausschnittes der Zuckerindustrie. Prachtvolles Zeitdokument - insbesondere für das schwierige Kriegsjahr 1917.

Die Pommersche Provinzial-Zuckersiederei betrieb eine der Zuckerraffinerien in der heute zu Polen gehörenden Stadt Stettin (heutiger Name: Szczecin). Bereits 1817 durch Übernahme der bestehenden Velthusenschen Raffinerie für 27.000 Thalern gegründetes Unternehmen - und damit rund 100 Jahre später als die ersten Raffinerien in Stettin (Abbildung der Gründeraktie - hier). Diese frühen Raffinerien waren natürlich eher Handwerksunternehmen. Anfangs verarbeitete das Unternehmen Rohrzucker - der schlußendlichen Umstellung auf die Raffinade von Rübenzucker gingen lange Diskussionen voran. Im Laufe des 19. Jahrhunderts eine gute Entwicklung  des Unternehmens, das in dieser Zeit in Stettin einen (die Neue Stettiner Zuckersiederei - hier) und für kurze Zeit einen zweiten Konkurrenten (Vereinssiederei in Stettin, 1845 - 1851) hatte. 1859 Übernahme der Zuckerfabrik Bahrendorf, die allerdings 1872 wieder verkauft wurde. Die Raffinerie befand sich während des Zweiten Weltkriegs noch im Betrieb - die weitere Geschichte der Raffinerie ist mir noch nicht bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg Sitzverlegung nach Itzehoe (wo sich ebenfalls eine möglicherweise verbundene und sicher kleine Raffinerie befand) und noch heute börsennotiert. Während der Finanzkrise 2008/9 von Adolf Merckle kontrolliert und Holdinggesellschaft für eine kleine Position von Aktien der Heidelbergcement. Die Gesellschaft gehört heute zum Einflussbereich des um die Jahrtausendwende bekanntgewordenen Fondsmanagers Kurt Ochner und verwaltet nach dem Verkauf aller zum ursprünglichen Geschäft gehörenden Aktivitäten ein - bescheidenes - Wertpapiervermögen. Firmensitz jetzt Ulm.

Panoramafoto der Raffinerie