Bild konnte nicht geladen werden
Jubiläumsschrift

Die Entwicklung der Rübenzuckerfabrik zu Hedwigsburg während ihres fünfzigjährigen Bestehens von 1864-1914. Zugleich als ein Beitrag zur Geschichte der Braunschweigischen Zuckerindustrie.

Beschreibung

Dr. F. Mügge. Wolfenbüttel, 1914, 172 Seiten. Historische Betrachtung der Entwicklungen im Herzogtum Braunschweig. Ausführliche Geschichte der Fabrik in Hedwigsburg. Sehr breiten Raum nehmen die "wasserwirtschaftlichen Verhältnisse außerhalb und innerhalb der Fabrik" ein. Gewässerschutz war also zu dieser Zeit bereits ein sehr wichtiges Thema. Einige Abbildungen und Tabellen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Vita des Verfassers. Dr. Mügge wurde 1857 in Braunschweig geboren, 8 Semester chemisch-technische Studien in Braunschweig und Wolfenbüttel und Promotion mit 22 Jahren. Nach einem Jahr Militärdienst, Chemiker in einer Raffinerie in Braunschweig, dann ist er für einige Jahre im In- und Ausland unterwegs um neuen Saftreinigungsmethoden zum Durchbruch zu verhelfen, arbeitet unter anderem in Böhmen und leitet die Melasseentzuckerung in der Zuckerfabrik Gandersheim. 1885/86 folgt die technische Leitung einer Fabrik in Russland (Leonow), anschließend die Leitung des Betriebs der Zuckerfabrik in Hedersleben (Provinz Sachsen) und 1892 die Berufung zum Leiter in Hedwigsburg. Hier bleibt er dann wohl für den Rest seines Erwerbslebens. Eine bemerkenswerte Mobilität - und das im 19.Jahrhundert. 

Die im Herzogtum Braunschweig gelegene Rohzuckerfabrik wurde 1864 - und damit am Beginn der zweiten Gründungswelle - von der Fürstlich Stolbergschen Faktorei errichtet. 1918 durchschnittliche Größe mit einer Tageskapazität von 12.000 Zentnern Zuckerrüben. 1965 Verschmelzung mit der Nordharzer Zucker AG und Stillegung. Gründeraktie.

Die Fabrik an der Oker im Jahre 1914