Bild konnte nicht geladen werden Bild konnte nicht geladen werden
BAROV-Stück

Zuckerfabrik Strassburg Uckermark

Aktie | 20. Dez 1882 | 1 Stück zu 300 Mark
Typ Aktie
Nummer 247 b
Stückzahl 1
Nennwert 300 Mark
Ausgabeort Deutschland, Strasburg (Uckermark)
Ausgabedatum 20. Dez 1882
Druckerei Mieck
Sprache Deutsch
Farbe braun, schwarz
Erwerbsjahr 2010
Beschreibung

1882 in der preußischen Provinz Brandenburg (heute allerdings Teil von Mecklenburg-Vorpommern) von der Halleschen Maschinenfabrik errichtete Rohzuckerfabrik. Kurioserweise wird Strasburg im Firmennamen mit zwei s geschrieben - ansonsten und offiziell aber mit einem. 1891 Übernahme der Zuckerfabrik Prenzlau. 1916 Umbenennung in Uckermärkische Zuckerfabriken AG. 1918 mit einer Tageskapazität von 28.500 Zentnern eine der größten deutschen Zuckerfabriken. Zu diesem Zeitpunkt gehörten zwei Frauen zu den Fabrikbeamten - Emmy Wehovsky und Hertha Stentzel als Chemikerinnen. Die Fabrik in Strasburg wurde im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut. In der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945 zwangsverwaltet und bis 1947 enteignet. Die überdurchschnittlich große Fabrik in Prenzlau wurde nach der Wende von der dänischen Danisco übernommen und 1994 stillgelegt.

Ungewöhnliches Design im Historismus. Ausgestellt auf Constantin Nordmann. Der Aktionär war verpflichtet mindestens 1 Morgen Zuckerrüben anzubauen und alle Zuckerrüben an dei Gesellschaft zu liefern. Umseitig Übertragungsvermerke bis 1931. Da sich auf der Urkunde nicht ausreichend Platz findet, wurde eine sogenannte Allonge verwendet und die Urkunde erweitert - der einzige derartige Fall in meiner Sammlung. Gründeraktie.  Lochentwertet.

Quellen: Uckermärkische Zuckerfabriken AG - Branchen - Benecke & Rehse (aktiensammler.de), Zabel's Jahr- und Adressbuch der Zuckerfabriken. Kampagne 1918/19, Die Zuckerindustrie in der DDR